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Futterliste "Wiesenkräuter"

- im Aufbau -

Eine reichhaltige Wiesenfütterung ist das einzige "Alleinfuttermittel" für Kaninchen, das man auch tatsächlich so bezeichnen kann (naturnahe Fütterung). Frisches Grün von der Wiese ist das beste Futtermittel für Kaninchen. Ihr solltet es zunächst in kleinen Mengen langsam anfüttern und dann soweit steigern, dass es unbegrenzt zur Verfügung steht. Heißt, den Gemüseanteil verringern, den Wiesenanteil steigern. Besonders im Frühjahr finden sich noch nicht so viele Wiesenkräuter, so dass ein „langsamer“ Übergang problemlos möglich ist. Solltet ihr nicht die Möglichkeit haben täglich zu sammeln, dann bietet den Kaninchen zusätzlich eine reichhaltige Auswahl an Küchenkräutern und blättrigen Gemüsesorten an.

Sammelt möglichst auf Flächen, auf denen die Wiese unbelastet ist (keine Hundewiesen, nicht in der Nähe von Feldern, auf den chemische Pflanzenschutzmittel versprüht werden etc.). Einige Pflanzen können bei der Berührung mit der Haut allergische Reaktionen hervorrufen oder haben Stacheln/Brennhaare. Es empfiehlt sich daher das Tragen von Handschuhen. Idealerweise sammelt in Stoffbeuteln, Klappboxen o.ä. In Plastikbeutel fängt die Wiese u.U. an zu schwitzen und der Gährungsprozess setzt ein. Dies kann zu Aufgasungen führen. Frische Wiese lässt sich problemlos im Kühlschrank auch für mehrere Tage aufbewahren. Das Sammeln von Wiese bei Regen stellt ebenfalls kein Problem dar. Breitet das Pflückgut aus und trocknet es kurz mit etwas Küchenpapier durch. Leicht feuchte Wiese wird von gesunden Kaninchen problemlos vertragen, sie sollte lediglich nicht „klatschnass“ angeboten werden.

Reißt möglichst keine Pflanzen mit Wurzel aus dem Boden, sondern schneidet diese mit einem Messer, Schere oder einer Sichel. Bedenkt auch, dass die Blüten besonders im Frühjahr das erste Futter für Bienen, Hummeln und andere Insekten darstellen. Auch ist die Wiese im Frühjahr eiweißreicher, als im Spätsommer.

Keine der nachfolgend genannten Pflanzen stellt ein Alleinfuttermittel dar. Dies bedeutet, ihr solltet immer ein artenreiches Gemisch anbieten. Je mehr Sorten ihr den Kaninchen anbietet, umso besser können diese selektieren, welche Nährstoffe sie gerade benötigen. Einige Pflanzen sollten nur auch nur in geringen Mengen dem Gemisch beigefügt werden (vgl. hierzu die Beschreibung).

Wir haben uns bemüht, die nachfolgenden Bilder so anzuordnen, dass sie das Wachstum der Pflanze vom Grundblatt bis hin zur Blüte dokumentieren. Manchmal variiert das Erscheinungsbild der Gewächse auch, abhängig vom Standort. Sammelt nur Pflanzen, die ihr genau bestimmen könnt. Unverträgliche Gewächse findet ihr in unserer Giftpflanzenliste.

Die folgende Liste wird durchgehend aktualisiert. Für eine vergrößerte Ansicht klickt bitte auf die Fotos.



Rainfarn

Beschreibung: natürliches Entwurmungsmittel




Schachtelhalm (Ackerschachtelhalm, Sumpfschachtelhalm)

Beschreibung:




Schafgarbe

Beschreibung:




Scharbockskraut

Beschreibung: Scharbockskraut kann bis zur Blüte im Gemisch angeboten werden. Danach entwickelt es Scharfstoffe, so dass die Kaninchen es meist nicht mehr fressen. Es enthält u.a. Vitamin C. Es ist jedoch nicht, wie häufig angegeben, giftig.




Schaumkräuter (Wiesenschaumkraut)

Beschreibung:




Schöllkraut

Beschreibung:




Sternmiere

Beschreibung:




Storchschnäbel

Beschreibung:




Taubnesseln (Purpurrote Taubnessel, Goldnessel, weiße Taubnessel)

Beschreibung:




Veilchen (Duftpfeilchen)

Beschreibung:




Vogelmiere

Beschreibung:




Wegeriche (Spitzwegerich, Breitwegerich, mittlerer Wegerich)

Spitzwegerich: enthält Aucubin, wirkt daher wie ein natürliches Antibiotikum; Wirkung soll der von Penicillin entsprechen; bei Lungen- und Bronchialleiden und Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut; wirkt ferner antibakteriell, adstringierend, blutreinigend und -stillend, wundheilend, entzündungshemmend, hustendämpfend, reizmildernd, schmerzlindernd, harntreibend, schleimlösend.

Breitwegerich: Inhaltststoffe und Wirkung ähnlich dem Spitzwegerich; stärkt die Atemwege bei Husten; wirkt gegen Bakterien; enthaltene Gerbstoffe können auch bei Entzündungen (vor allem der Atmwege) helfen; die reifen Samen hemmen Entzündungen der Schleimhäute; reinigen den Darm; können bei Verstopfungen helfen; enthält viel Vitamin C und relativ viel Carotinoide.




Weg-Rauke

Beschreibung:




Wicken (Zaunwicke, Vogelwicke, Futterwicke, Bunte Kronwicke)

Beschreibung:




Wiesenkerbel

Beschreibung:
Verwechslungsgefahr: andere Doldenblüttler wie giftiger Schierling (vgl. Giftpflanzenliste), Hundspetersilie, Kälberkröpfe, Wilde Möhre




Wiesenknöpfe (Kleiner Wiesenknopf/Pimpinelle, Großer Wiesenknopf)

Beschreibung:




Wiesensalbei

Beschreibung:




Wilder Feldsalat

Beschreibung:




Wilde Möhre

Beschreibung: Beim Menschen im Altertum als Wurmkur verwendet. Hilft bei Magenbeschwerden, Blähungen, harndurchspülende Wirkung und gegen Durchfall, reguliert den Blutzucker.
Verwechslungsgefahr: andere Doldenblüttler wie giftiger Schierling (vgl. Giftpflanzenliste), Hundspetersilie, Kälberkröpfe. Sammelanfänger sollten bei der Wilden Möhre auf die Blüte warten, da sie ansonsten leicht mit Schierling verwechselt werden kann. Unverkennbares Merkmal ist die "Signalblüte, auch Scheininsekt genannt", die sich mittig in der Blütendolde befindet. Diese kann schwarz-dunkelviolett, teilweise auch rötlich sein. Beim Zerreiben des Blattes verströmt die Wilde Möhre einen karottigen Duft.



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