#1 Mord in Remscheid - unsere Adventskalendergeschichte 2018 von Sylvia 30.11.2018 13:45

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Hallo ihr Lieben
Hier geht es morgen los

#2 RE: Mord in Remscheid - unsere Adventskalendergeschichte 2018 von Sylvia 01.12.2018 09:26

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Mord in Remscheid



1.Dezember

Ein ruhiger Morgen


Es war sehr kalt geworden, schon die letzten zwei Wochen im November waren es Minusgrade in der Nacht, tags aber klar und stellenweise sonnig. Heute morgen zeigte das Thermometer tatsächlich minus 5 Grad, und – sollte man der Wettervorhersage glauben können – würde es bald Schnee geben.
Die Tiere störte das gar nicht, sie lebten schließlich in einer schön geheizten Wohnung. Bilbo und Julchen kuschelten sich besonders gern in die weiche Biberbettwäsche, die Kaninchen Klementinchen und Bounty dösten unter der Heizung, Fidibus, der Zwerghamster, schlief eh die meiste Zeit und Tinkerbell, die Streifenhörnchendame, wurde zwar etwas ruhiger, stand später auf und ging früher schlafen, nahm aber ansonsten wie immer am Familienleben teil.
Ihre Mama, Sylvia, freute sich besonders auf die für sie schönste Jahreszeit. Etwas hektisch wurde sie ja schon an diesem Morgen – wenn man gegen 11 Uhr noch von Morgen sprechen konnte -, denn so vieles war noch zu erledigen. Vorräte mussten besorgt werden, Geschenke ausgesucht und bestellt, der Weihnachtsmann sollte wie jedes Jahr eingeladen werden, in die Bücherei wollte sie auch noch, und und und- die Liste war lang!
Aber erstmal wurde bei einer Tasse Kaffee und einem spannenden noch gemütlich im Bett gekuschelt, schließlich war ja auch morgen noch ein Tag, und irgendwie lag was in der Luft, vielleicht sollte man diesen Tag noch genießen ...






2.Dezember


Weihnachtspost


Natürlich hatte Sylvia gestern nicht alles erledigen können, wie auch, wenn einen das gemütliche Bett einfach nicht loslassen will. Die Einkäufe immerhin hatte sie erledigt: Gemüse und Obst für sich und die Kaninchen, Katzenfutter und Leckereien für die Katzen, Nüsse und Mehlwürmer für Hamster und Hörnchen, das Spezialfutter war bestellt.
Heute war die Einladung für den Weihnachtsmann dran. Drei Tassen Kaffee und zehn Runden ringen um jedes Wort später fiel sie genauso aus wie die Jahre zuvor:


Hallo lieber Weihnachtsmann
Wir möchten dich auch dieses Jahr wieder herzlich einladen, das schöne Fest bei uns zu verbringen. Es wäre schön, wenn du schon frühzeitig kommen könntest, z.B. am 18. oder 19., wir haben eine Überraschung für dich geplant. Du kannst unsere Wohnung ja dann als Basis nehmen für deine Arbeit rund um Remscheid.
Wir freuen uns auf dich!
Die Chaoten aus Remscheid


Schnell den Brief mit dem speziellen Drachenstaub versehen und los flog er.

Schon zwei Stunden später kam die Antwort:

Servus liebe Chaoten
Freilich komm´i dies Jahr wieder zu eurer. Schaffs aber net vor die 20.
Pfiat eich


Sylvia las allen den Brief vor, und sie freuten sich riesig!
Nur, warum beschlich sie so ein komisches Gefühl?

#3 RE: Mord in Remscheid - unsere Adventskalendergeschichte 2018 von Sylvia 03.12.2018 11:18

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3. Dezember

Remember remember the last Decembre


„Alle Jahre wieder
kommt das Christuskind
auf die Erde nieder
wo die Tiere sind“


Gemütlich im Bett kuschelnd sangen Bilbo, Julchen, Klementinchen, Bounty und Tinkerbell mit ihrer Mama Weihnachtslieder. Sie hatten Sylvia schon ganz früh – naja, was man bei ihnen „früh“ nannte – geweckt. Die hatte es dann tatsächlich bis zur Kaffeemaschine und zum CD- Player geschafft. Nun schallte fröhlicher Gesang durch die Wohnung.
„We are dreaming of a white christmas ...“
„Oh, der Schnee kann schneller kommen, als wir denken. Heute muss ich unbedingt in die Bücherei, und noch etwas einkaufen will ich auch.“

„Schnee! Schnee! Wißt ihr noch, letztes Jahr, ach, war das ein Abenteuer! Die Rutschpartie im Tunnel! Der Flug mit Otto und die Bruchlandung! Das leckere Essen! Minna und Hermann, die waren cool! Aber die Rätsel waren so schwer!“

Julchen und Bilbo fingen an, durcheinander zu erzählen und schon schwelgten sie in Erinnerungen an ihr Abenteuer im Sechzehn-Trauben-Wald: wie sie letztes Jahr die offenstehende Haustür genutzt hatten, in den Wald liefen und dort als Erstes über das Klementinchen stolperten.
„Ja, das war fein! So tolle Freunde haben wir dort gefunden, und ich hatte so besonderes Glück“ sagte das Klementinchen ganz versonnen. Nach bestandenem Abenteuer luden die Katzen das Kaninchen nämlich ein, zukünftig bei ihnen zu leben. Ihre Mama staunte damals nicht schlecht, hatte sie doch bis dahin nie mit einem Kaninchen gelebt. Doch sie informierte sich gut, und da Kaninchen immer Artgenossen brauchen, ging man gemeinsam auf die Suche nach einem Partner. Hier kam Bounty ins Spiel, in den sich Klementinchen gleich verliebte. Fidibus war eh alles recht, und Tinkerbell gewöhnte sich schnell an die Wackelnasen.

„Wen wir wohl alles wiedertreffen werden? Ob Grimbart wieder dabei ist?“
„Ich freu mich auf Otto!“
„Minna! Wir müssen unbedingt zu Minna. Da müssen wir ordentlich Kuchen einpacken!“
„Wir müssen vor allem Vorräte einpacken“ meinte Bilbo und suchte einige Schälchen Katzenfutter zusammen. Nochmal wollte er nicht von Möhren und Zweigen und was- weiß-wer leben …
„Ich freu mich total aufs Mariechen“. Klementinchen wackelte ganz aufgeregt mit der Nase. „Finde das so toll, dass hier auch ein Hörnchen lebt“ - ein zärtlicher Blick in Richtung Tinkerbells bestätigte ihre Worte. Tinkerbell sah das etwas anders, war Klementinchen schließlich immer zuerst zur Stelle, wenn ihre Vorräte beim Einsammeln von ihrer Futterbrücke fielen …
„Ich freu mich auf alle, ach, hätte ich doch dabei sein können! Erzählt doch nochmal von der Schatzkarte und wie ihr die Rätsel gelöst habt.“
Bounty musste die Katzen und seine Freundin nicht zweimal bitten, und so wurde das Abenteuer nochmal ausführlich geschildert.

Der Tag verlief fröhlich singend, packend und erzählend. Da mussten die Besorgungen wohl oder übel auf morgen verschoben werden, aber das störte keinen, schließlich ging nichts über einen gemütlichen Tag zuhause.
Die Tiere hatten schon vor ein paar Wochen beschlossen, ihre Freunde im Sechzehn-Trauben- Wald in diesem Winter wieder zu besuchen. Jetzt wurde der Plan konkret, und es mussten noch einige Vorbereitungen getroffen werden, vor allem reichlich Kuchen musste gebacken werden.





4.Dezember

Eine verhängnisvolle Einladung


Der Tag startete wie immer ruhig und gemütlich mit einer Tasse Kaffee im Bett und kuscheln, diesmal besonders ausgiebig, denn die Tiere wollten sich gleich auf den Weg machen und ein paar Tage bei den Freunden verbringen. Als es soweit war, fiel allen der Abschied schwer, es gab großes Knuddeln und viele Küsse. Fidibus hatte nichts damit im Sinn, er wachte nur kurz auf, gähnte ein „viel Spaß, bis bald“ in die Runde und schlief wieder weiter. Tinkerbell aber schloss sich den Katzen und Kaninchen kurzentschlossen an – sie wollte erst nicht, war aber dann doch neugierig – und los konnte es gehen!
Ui, war das kalt! Da half nur eins: singen! Und so verschwanden kurz darauf Klementinchen, Bounty, Julchen, Bilbo und Tinkerbell, die sich in Julchens Fell gekuschelt hatte, unter fröhlichem „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit …“ um die Straßenecke.

Sylvia tauchte in gemischten Gefühlen unter: einerseits freute sie sich für ihre Lieblinge, dass diese endlich ihre Freunde wiedersehen konnten – das letzte Treffen war ja schon zwei Monate her -, andererseits vermißte sie die fünf jetzt schon …
Schnell zog sie sich daher an und machte sich auf den Weg. Zunächst ging es in die Bücherei. Ach, schon der herrliche Weihnachtsbaum im Foyer besserte ihre Stimmung!



Als sie dann durch die Regalreihen streifte, hier ein bißchen schmökerte, dort ein Buch in den Korb legte, blickte sie schon zuversichtlicher auf die nächsten Tage; die würden schließlich rumgehen, und dann wären die Kleinen wieder da mit vielen Neuigkeiten und Geschichten im Gepäck.
Sylvia entdeckte viele interessante und spannende Bücher, so dass sie einige Einladungen, das Fest doch bei ihr zu verbringen aussprach. Manche Bücher zögerten etwas, aber letztlich sagten alle zu und ließen sich gut verstaut in der großen Büchertasche heimtragen.

Mittlerweile hatte leichter Schneefall eingesetzt, der mehr versprach, und Sylvia beeilte sich, noch zu ihrem Lieblingsgemüseladen zu kommen, weitere Vorräte und einige besondere Leckereien wie Dill, Koriander, Minze und Salbei zu besorgen. Sie war keine Minute zu früh wieder daheim: schon wurde der Schneefall heftiger, und bei der Kälte würde es sicher auch glatt werden.

Nun ja, für sie klang der Tag besinnlich aus. Bei einer Tasse Tee und Weihnachsmusik packte sie die Bücher aus, hieß sie willkommen und zeigte ihnen ihren Platz für die nächsten Wochen.
Die Bücher staunten nicht schlecht und fühlten sich gleich wohl – sie konnten ja auch nicht ahnen, dass eins von ihnen die nächsten Tag nicht mehr erleben würde ...

#4 RE: Mord in Remscheid - unsere Adventskalendergeschichte 2018 von Sylvia 05.12.2018 09:17

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5.Dezember

Einsame Stunden und ein fröhliches Wiedersehen


Es war schon recht komisch, als Sylvia erwachte und keinen ihrer Lieblinge in ihrem Bett vorfand. Sie kannte das ja schon, aber es war jedes Mal wieder schlimm, und sie konnte sich noch weniger aufraffen, aufzustehen und Kaffee zu kochen als sonst. Fidibus war nachts recht aktiv gewesen, ließ sich auch beim Auslauf etwas streicheln und nahm Leckerchen aus der Hand. Jetzt jedoch träumte er gut verpackt in seiner Schlafhöhle.

Immerhin gab es heute einiges zu tun, Hausarbeit ging nämlich tatsächlich leichter von der Hand, wenn einem nicht ständig ein Vierbeiner zwischen den Füßen herlief. So machte sich Sylvia nach ausgiebigem Kaffeegenuß, einigen Kreuzworträtseln und zwei Kapiteln n ihrem Krimi ans Werk: Fenster putzen, Bücherregale putzen – immer gut, wenn das Horn dabei nicht in der Nähe war, Tinkerbell hatte dort nämlich diverse Vorräte versteckt, um die man sorgfältig rumputzen mußte, das machte unter ihren wachsamen Blicken wirklich keinen Spaß ...-, Weihnachtsschmuck saubermachen und aufstellen waren nur einige der Dinge, die sie geplant hatte für heute. Bei schöner Weihnachtsmusik ging es denn auch gut voran.



Auch die Tiere vermißten ihre Mama, und gleichzeitig freuten sie sich sehr auf die kommenden zwei Tage. Sie kamen gestern trotz des Schneegestöbers gut voran und erreichten am Spätnachmittag den Sechzehn-Trauben-Wald, wo sie schon von Otto erwartet wurden.
„Hohohoho“ tönte der Habicht bei ihrem Anblick.
„Juhuhuhu“ schallte es fröhlich zurück.
Umarmungen und Knutscher wurden ausgetauscht, es wurde geherzt und gelacht, dann meinte Otto:
„So, dann wollen wir mal. Julchen nimmt die Tinkerbell auf den Rücken, und das Klementinchen, Bilbo nimmt Bounty, dann können wir starten!“
Ottos Auftrag lautete, die Freunde auf dem schnellsten Weg – und das war nunmal Luftlinie - zur Höhle der Roten Berta zu bringen. Dort hatte die Füchsin schon alles vorbereitet.
Eijeijei, das war nun gar nichts für Tinkerbell! Sie mochte Höhe nicht besonders, und ein Flughorn war sie ja nun wirklich nicht ...Sie krallte sich in Julchens Fell und ehe sie sich versah, waren sie auch schon in der Luft. Welch ein Abenteuer!



Die Zeit verging im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug, und schon setzte Otto in altbekannter Bruchlandungsmanier zur Landung an.
„Alle aus dem Weg!“ rums, da plumpsten Klementinchen und Bounty schon in den Schnee, dicht gefolgt von Julchen und Bilbo. Schnell rappelten sich alle auf, und beim Anblick von Berta war die unsanfte Landung schnell vergessen.
„Berta!“ „Julchen, Bilbo, Bounty und Klementinchen! Und wer ist das? Ein zweites Mariechen?“
Berta drückte alle fest an sich, knuddelte Tinkerbell und schob alle in die warme Höhle. Mariechen und Diego, Peter, Grimbart, der Dachs, Minna und sogar Elvira und Klemens, der Maulwurf, waren schon da und erwarteten die Freunde sehnsüchtig.
Ach, jetzt erstmal ausruhen im Kreis der Lieben! Der Tag klang unter lautem Geschmatze, Gesang und Erzählen friedlich aus. Der geheimnisvolle Plan mußte bis morgen warten, so müde waren alle.






6.Dezember

Verschwörer unter sich


Der Nikolaustag begann mit Klingeln und Läuten, das selbst die Hörnchendamen aus dem Schlaf riss: Herman war da!



Der lustige Hirsch konnte bei der Ankunft der Freund ja leider nicht dabei sein, und auch gestern hatte er es nicht mehr geschafft, die Höhle der Roten Berta zu erreichen, denn er war auf geheimer Mission im Wald unterwegs gewesen. Doch jetzt gesellte er sich zu seinen Freunden, und die Gemeinschaft war wieder komplett.

Ich bin ein Wichtel
Auf das ich es richtel
Das machen wir so, jawohl mit Blumenkohl!


Beim Frühstück lachten alle über seine Quatschreime; ein perfekter Start in einen neuen schönen Tag im Wald.
Gestern hatten die Tiere einfach nur viel Spaß gehabt: Schneemänner wurden gebaut, Bilbo und Julchen lieferten sich eine filmreife Schneeballschlacht gegen Bounty und Klementichen, Tinkerbell, Grimbart, Klemens und Mariechen stöberten in der Höhle und hielten kleine Nickerchen, während Minna und Berta sich um das leibliche Wohl kümmerten.

Doch heute wurde es ernst! Die Tiere hatten nämlich beschlossen, ihre Mama zu überraschen und am 20. in den Wald zu locken, damit sie das Weihnachtsfest bei allen Tieren verbringen konnte. Die Freunde überlegten hin und her, welche Wege am Günstigsten zu gehen waren, wo man überall anhalten musste, weil man der Mama doch soviel zeigen wollte, kleine Rätsel mussten vorbereitet und versteckt werden – es gab viel zu tun! Jeder schnippselte und bastelte, auch Vorräte sollte es unterwegs geben; für die brauchte man gute Verstecke. Hier waren die Vögel zuständig, alles auszukundschaften.

„Das wird ein Spaß!“ „Die Mama wird sich freuen.“ „Wir sind sehr neugierig auf eure Mama!“ „Schneeflöckchen, Weißröckchen ...“ „Wo hab ich bloß die Kartoffeln hingetan?“ „In welche Baum paßt am Besten das große Paket?“ „Sollen wir wieder durch den Tunnel rutschen?“ „Was soll es zum Nachtisch geben?“ tönte es den ganzen Tag durch die Höhle.

Schließlich waren alle Arbeiten erledigt, es wurde ausgemacht, wer wann was wo versteckte, und der Weg wurde genau aufgezeichnet, so dass jeder seine genaue Position kannte, an der er zu den Heimtieren und ihrer Mama stoßen wollte. An der morschen Siglinde würde Hermann dann dazukommen, genau wie im letzten Jahr, von da aus ginge es mit seiner Hilfe zu Minna, die mit einem guten Essen und einer warmen Höhle auf die Gemeinschaft warten würde.
Der Tag verging viel zu schnell; nun hieß es Abschied nehmen und den Heimweg antreten.

„Jetzt schnell nach Hause mit euch. Die paar Tage kriegen wir auch noch rum, und dann sehen wir uns alle wieder“, versuchte Otto die Freunde zu trösten, denn er sah, dass allen der Abschied doch sehr schwerfiel. Er machte sich bereit, Tinkerbell kuschelte sich auf Julchen Rücken ein, Julchen packte das Klementichen, Bilbo schnappte sich Bounty und los ging der Flug an den Waldrand.
„Hohohoho, da wären wir. Es dauert ja nicht mehr lang, dann sind wir wieder zusammen.“ „Ja, und dann bauen wir wieder Schneemänner und Schneehöhlen.“ Ein letztes Drücken und Umarmen, dann trennten sich ihre Wege, und die Tiere machten sich auf den Weg nach Hause. Otto blickte ihnen noch lange nach, zu sehr hatte er sie ins Herz geschlossen.



Sylvia hatte den Tag recht gut rumbekommen. Sie dachte viel an ihre Lieben, was sie jetzt wohl so machten; sicherlich hatten sie viel Spaß. Gerade hatte sie es sich gerade im Bett gemütlich gemacht, da hörte sie ein fürchterliches Rumpeln an der Wohnungstür!
Neugierig schlich sie zur Tür und öffnete vorsichtig: welche Überraschung - ihre Mäuse standen vor der Tür!
„Meine Süßen! Da seid ihr ja wieder!“ Sie umarmte alle, hatte sie die Kleinen doch so vermißt. „Da habe ich ja gar nicht mit gerechnet.“
Schnell wurde Abendessen zubereitet und bei einer Flasche Rotwein erzählten die Tiere vom Treffen mit den Freunden und was sie alles so gemacht hatten. Zwei Stunden später fielen alle unter herzhaftem Gähnen ins Bett: schön an ihre Mama gekuschelt tauchten sie ins Träumeland.
Keiner ahnte, dass die Ruhe bald vorbei war und welcher Schrecken auf sie wartete!

#5 RE: Mord in Remscheid - unsere Adventskalendergeschichte 2018 von Sylvia 07.12.2018 09:26

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7.Dezember

Der Tote kommt ins Spiel


Der Morgen begann wie immer, Sylvia schlurfte im Halbschlaf zur Toilette, schlurfte im Halbschlaf wieder zurück und traute ihren Augen nicht: in ihrem Bett lag eine Leiche!
Das gab es doch gar nicht! Einen Krimi mit perfiden Morden zu lesen ist tatsächlich etwas völlig anderes, als plötzlich mittendrin zu sein – und das waren sie, es gab keinen Zweifel, der Tote war nicht einfach im Schlaf hinübergegangen, sondern brutal ermordet worden.
Ihre erste Sorge galt den Tieren, nicht auszudenken, wenn den Kleinen was passiert wäre! Schnell schaute sie nach ihren Lieben:
„Schätze, wo seid ihr? Geht´s euch gut?“
Bilbo und Julchen lagen unter der Bettdecke, Klementinchen und Bounty dösten auf der Krabbeldecke im Wohnzimmer, Fidibus schlief tief und fest in seinem Häuschen, aber wo war die Tinkerbell? Vorsichtig schaute sie in die Hängematte in der Voliere: Gottseidank, Tinker lag zusammengerollt in ihrem Nest; es ging allen gut.
„Ach, Gottseidank! Was mach ich denn jetzt? Irgendwas war da doch ...Nee, das krieg ich gar nicht hin, kann mal einer Kaffee kochen ...“
So richtig auf der Höhe war Sylvia um die Zeit ja noch nicht, irgendwas musste sie machen, Telefon, Polizei, ja so war das. Wo war jetzt wieder das Telefon? Ach ja, da wo es nachts immer lag, auf dem Nachttisch.
„Hallo? Ja, hier bin ich, in meinem Bett liegt eine Leiche.“
„Wer ich bin? Wieso! Ach ja, Sylvia F.“
„Wo? Wie wo? In der M.-L.- Straße. Ja, da sollte jemand kommen, wäre nicht schlecht, eilt aber nicht, der ist tot. Ja, ich warte.“
Das konnte man ja genausogut im Bett, dachte es und verschwand erstmal wieder unter der Decke – nicht ganz angenehm mit der Leiche daneben, das musste sie ja zugeben …





8. Dezember

Der Fall


Aus dem Protokoll der Polizei:
In den Morgenstunden des 07.12.20xx gegen 9 Uhr wurde in der Wohnung M.-L.-Str. in Remscheid die Leiche von "Der Spezialist" von F. Paul Wilson (Taschenbuchausgabe) gefunden.
Die Mieterin, Sylvia F., fand die übel zugerichtete Leiche in ihrem Bett. "Der Spezialist" war vor ein paar Tagen aus der Bücherei angereist und bei ihr zu Gast. Sylvia F. machte zum Zeitpunkt der Vernehmung eine sehr wirren Eindruck, erklärte jedoch, das sei der Normalzustand um diese Uhrzeit und ohne einen Kaffee sage sie gar nichts.
Es fehlen jegliche Hinweise auf Täter und Motiv. "Der Spezialist" wurde vom Täter im Schlaf überrascht und brutal ermordet. Aus Rücksicht auf die vielen Buchliebhaber kann kein Foto der Leiche veröffentlicht werden.

Gez. Hauptkommissar Taugtnix


Die Spurensicherung im Schlafzimmer von Sylvia F. hat bisher keine greifbaren Ergebnisse gezeigt; es sind jedoch Gerüchte im Umlauf, es sei etwas "Merkwürdiges" gefunden worden, dessen Herkunft unbekannt ist.
Es fanden sich ebenfalls verdächtige Spuren am kleinen Kratzbaum im Wohnzimmer, die weder für Katzen noch für Streifenhörnchen (das Streifenhörnchen des Hauses sitzt wohl immer auf dem Kratzbaum) typisch sind.

Gez: Kommissar Willwas

Ob die Kommissare bei ihren Ermittlungen weiterkommen?

#6 RE: Mord in Remscheid - unsere Adventskalendergeschichte 2018 von Sylvia 09.12.2018 09:23

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9.Dezember

Aufregung am frühen Morgen!


War das gestern eine Aufregung! Also das brauchte weder Sylvia noch ihre tierische Familie nochmal …
Die Polizisten kamen recht zügig, ein Hauptkommissar namens Taugtnix und sein Kollege, Kommissar Willwas. Die beiden stapften durch die Wohnung – soweit man mit Plastiküberziehern stapfen kann, denn Schuhe in der Wohnung gab es bei Sylvia nicht -, nahmen natürlich zuerst die Leiche in Augenschein: „Na, der ist tot“, musterten die Tiere und staunten im Wohnzimmer nicht schlecht über die Regalwand und die zahlreichen Bücher.



Zeugen gab es anscheinend ja genug; irgendwer musste doch was gesehen oder gehört haben. Nur – wie sollte man die vernehmen? Hauptkommissar Taugtnix als passionierter Nicht- Leser, dem schon die Fernsehzeitung suspekt war, sah sich vor einer unlösbaren Aufgabe. Damit kam Kommissar Willwas zum Zug, immerhin hatte er zwei Zeitschriften im Abo und las regelmäßig die Perry-Rhodan- Heftchen.

„So, die Damen und Herren, wer kann denn was zum gestrigen Abend sagen? Wer hat in der Nacht was gehört oder gesehen?“
Ein Raunen aus dem Fantasyregal war die Antwort, leises Geflüster im Sachbuchregal, auch aus dem Regal mit den Biographien klang leises Murmeln.
So richtig schlau wurde Willwas nicht daraus, da reichten seine Kenntnisse aus den Heftchen wohl doch nicht aus …
„Da muss eine Kollegin her“ sprach´s und telefonierte nach Kommissarin Liestfix.

Zwischenzeitlich waren auch der Rechtsmediziner und die Spurensicherung eingetroffen und machten sich mit ihren Koffern breit.
„Da fassen Sie aber mal nix an, da hab ich gestern erst geputzt“
„Stellen Sie das bloß wieder ordentlich hin!“
„Finger weg von meinen Vorräten!“
„Hat man hier nirgends seine Ruhe?“

Erschwerte Bedingungen, was sollte das bloß geben mit den Ermittlungen? Die Kommissare schauten schon recht genervt, die Spurensicherer taten ihr Bestes, Spuren zu sichern, ohne welche zu hinterlassen, und wurden auch reichlich fündig – Haare und diese kleine braunen Kügelchen, leere Sonnenblumenkernschalen und Gemüsestängel gab es schließlich genug. Aber ob da auch was Brauchbares bei war, das Hinweise auf den Täter geben konnte?


10. Dezember

Die Zeugen


Die Befragung der Bewohner der Wohnung M.-L.-Str. in Remscheid ergab folgendes Bild:

1) Sylvia F., Mieterin vorgenannter Wohnung:
Sie gibt an, fest geschlafen zu haben, zwischendurch jedoch mal ein Geräusch gehört zu haben, das sie "etwas weckte". So gegen 8.45 oder 8.55 Uhr (genau wisse sie das nicht) sei sie dann endgültig aufgewacht und habe die Leiche des "Spezialisten" neben sich im Bett vorgefunden. Sie habe ihn kurz angeschaut, dabei gesehen, daß er "hinüber" sei, und dann erstmal Kaffee gekocht und für das Frühstück ihrer Mitbewohner gesorgt. Für den "Spezialisten" habe sie ja eh nichts mehr tun können, dann hätte es ihrer Meinung nach ausgereicht, nach den morgendlichen Verrichtungen die Polizei anzurufen, was sie dann ja auch getan habe.

Bei deren Eintreffen war sie immer noch sehr konfus (Zitat "um diese Uhrzeit bin ich zu nichts fähig"), konnte weder genaue Angaben zur Zeit machen, zu der sie das Geräusch gehört hat, noch zur Zeit, zu der sie den "Spezialisten" zuletzt gesehen habe (Zitat "evt. gegen 23.00 Uhr? nee, eher früher, 22.30 Uhr, ach nee, doch eher 23.30 Uhr" usw. ...) Auch zum Opfer könne sie keine Angaben machen, sie habe ihn vor ein paar Tagen (das genaue Datum wisse sie nicht mehr, vielleicht am 2., oder doch eher am 3. Dezember) aus der Bücherei zu sich eingeladen, sich aber bisher nicht mit ihm beschäftigt. Da könne sie auch zum Motiv keine Angaben machen, sie wisse nicht, ob der Inhalt brisant gewesen sei oder der Autor Feinde habe.

Man konnte sich während der Vernehmung jedoch nicht des Eindrucks erwehren, Sylvia F. wisse doch sehr viel mehr, als sie zu Protokoll gab.


2)Bilbo und Julchen, Katzen



Bilbo und Julchen gaben an, geschlafen zu haben. So früh seien sie selten schon wach.
Bilbo konnte sich nicht erinnern, wo er geschlafen hat, keinesfalls jedoch im Schlafzimmer, momentan bevorzuge er andere Plätze. Er habe weder etwas gehört noch gesehen, um diese unchristliche Zeit könne das auch keiner von ihm verlangen. Außerdem sei man am Abend vorher erst von einer Reise zurückgekommen, da sei man eh besonders müde gewesen.
Julchen sagte aus, sie sei zwischendurch mal zu Sylvia F. ins Bett gekrabbelt, wann wisse sie aber nicht mehr und aufgefallen sei ihr auch nichts Ungewöhnliches. Ob "der Spezialist" noch am Leben war, könne sie auch nicht sagen, sie interessiere sich nicht für Bücher. Auch sie sei sehr müde gewesen nach dem langen Rückweg.

Auf die Frage nach Büchern dem kleinen Kratzbaum antworteten beide, Bücher seien lediglich als Schlafplatz hin und wieder interessant. Der kleine Kratzbaum im Wohnzimmer interessiere auch nicht, wenn Kratzbaum, dann der große im Schlafzimmer. Im übrigen bevorzuge man Tapeten (wovon sich die Beamten vor Ort überzeugen konnten), das mache man auch gerne zusammen mit den Wackelnasen (Kaninchen), vor allem Bounty sei immer gerne dabei und leiste ganze Arbeit.
Ansonsten sei man zwar neugierig und gerne mit dabei, aber solange kein Katzenmörder unterwegs wäre......


3)Klementinchen und Bounty, Kaninchen



Die beiden Kaninchen sagten aus, sie hätten die Nacht gemeinsam wie immer im Wohnzimmer verbracht. Mit Schlafen natürlich auch, aber da man seit einem 3/4 Jahr ein äußerst verliebtes Paar sei ...., na, die Beamten wissen schon.

Sicherlich seien sie auch mal in den frühen Morgenstunden (evt. zwischen 5 und 6 Uhr) rumgelaufen, das mache man öfter, hätten sich jedoch schnell wieder zum Schlafen, Dösen und Kuscheln zurückgezogen.
Bounty fügte noch hinzu, ein Blick auf seinen Wonneproppen müsse doch deutlich machen, daß man da mit Büchern nicht wirklich was im Sinn hat.
Klementinchen meinte zum Abschluß, die Beamten sollen doch mal das Horn befragen, das stecke seine Nase ja schließlich überall rein.


4)Tinkerbell Merlin, Streifenhörnchen



Auch Tinkerbell konnte nichts Produktives zur Aufklärung des scheußlichen Verbrechens beitragen.
Aufgestanden sei sie sicherlich gegen 9.00 Uhr schon gewesen, in letzter Zeit stehe sie früh auf (was ist "früh" bei einem Streifenhörnchen ???). Evt. sei sie in ihrem Käfig gewesen, vielleicht aber auch in der Küche, genau könne sie das nun wirklich nicht sagen, gehört und gesehen habe sie auch nichts. Im Prinzip seien ihr die Angelegenheiten anderer Leute auch völlig egal, mit Büchern könne sie auch nichts anfangen (außer hin und wieder draufzusitzen).

Im übrigen müsse sie auch gerade morgens immer besonders aufpassen, da sei die Wackelnasen- Hexe Klementine immer besonders hinter ihr her. Wann man da eigentlich mal was gegen unternehmen wolle?????
Auf die Bemerkung, das sei wohl nicht die Aufgabe von in einem Mordfall ermittelnden Beamten, konnte man noch leises (aber gerade laut genug!) Gemurmel vernehmen: "Unwesen, die harmlose Streifenhörnchen jagen, sei schließlich alles zuzutrauen....!".

Die Befragung von Fidibus, dem Zwerghamster des Hauses steht noch aus, er war noch im Tiefschlaf und nicht zu sprechen. Auch die Einvernahme der Bücher konnte noch nicht erfolgen, da die hinzugezogene Kommissarin noch bei einem auswärtigen Einsatz ist.


#7 RE: Mord in Remscheid - unsere Adventskalendergeschichte 2018 von Sylvia 11.12.2018 09:41

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11.Dezember

Vernehmungen


Gestern spät kam Kommissar Taugtnix, um Fidibus während der Nacht verhören zu können. Der jedoch hatte nicht recht Lust, aufzustehen, erst so gegen 2 Uhr verließ er seine Höhle, um in seinem Gehege auf Futtersuche zu gehen. Dann kletterte er raus und machte seinen üblichen Rundgang durch die Wohnung. Zu der Zeit war der Kommissar längst eingeschlafen …

Gerade rechtzeitig, bevor Fidibus wieder in seiner Höhle verschwinden wollte, erwachte Taugtnix:
„Oh Jesses, das gibt’s doch nicht, hab ich verschlafen. Jetzt aber Herr Fidibus: hast du in der Nacht vom 6. auf den 7. Dezember irgendwas beobachtet? Gehört? Gesehen? Gegen 11 Uhr vielleicht.“
„Häh? Ich? Nix. Interessiert mich nicht!“

Für das Protokoll:

5)Fidibus, Zwerghamster
Er konnte erst heute sehr früh morgens befragt werden und war sehr ungehalten über die Störung. Gesehen und gehört habe er überhaupt nichts, er grabe sich immer ein, damit er nichts mitbekommt von Angelegenheiten, die ihn nicht interessieren. Ob man denn 11.00 Uhr morgens meine oder 11.00 Uhr abends? Eigentlich sei das aber auch egal, da er um diese Zeit weder morgens noch abends aktiv sei und im übrigen auch nicht weiter belästigt werden wolle.
Gesagt und verschwunden.



Zwischenzeitlich war auch Kommissarin Liestfix eingetroffen, und die Polizisten tauschten sich kurz aus, während Sylvia in der Küche Kaffee kochte. Da konnte man ja nicht meckern, Kaffee gab es immer.
Nachdem der getrunken war, machte sich Hauptkommissar Taugtnix auf den Weg zum Revier, während die Kommissarin sich unter den wachsamen Augen Tinkerbells an die Befragung der Bücher machte. Auch sie staunte: so viele Regale sah sie selten in einer Wohnung.
Die Befragung erwies sich als schwieriger als gedacht, so recht wollten die Bücher nicht zu ihr sprechen.

„Ganz gemütlich hier.“
„Man wird ein bißchen oft umgeräumt.“
„Wir haben unsere Ruhe.“

Doch sie schnappte auch einzelne Fetzen auf, die sie sehr hellhörig machten: Bücher seien verschwunden, verletzt worden, man fühle sich oft unbehaglich, da stark angestarrt.
Hatte der Fall am Ende eine ganz andere Dimension als bisher gedacht?



12.Dezember


Beunruhigende Entwicklungen


Für den heutigen Morgen war eine Dienstbesprechung angesagt.
„Die Spurensicherung hat nicht viel ergeben, einen Haufen Staub im Bettkasten, Reste von Einstreu, und natürlich Haare, Haare und noch mehr Haare.“
„Aber es MUSS einfach was zu finde sein, da müssen die nochmal hin. Ich konnte nicht viel aus den Büchern rauskriegen, aber es wurde gemunkelt von Beobachtet- Werden, und von verschwundenen Büchern war die Rede. Vielleicht ist hier ein Serienkiller unterwegs, darauf deutet einiges hin. Dem werde ich mit einer erneuten Vernehmung nachgehen, da muss es auch Spuren geben.“ Kommissarin Liestfix war ganz sicher, dass eine weitere Einvernahme der Bücher – eher als Unterhaltung gestaltet – die Polizisten auf eine heiße Spur bringen würde.
„Also dann: nochmal Spusi und nochmal Vernehmung für heute auf dem Programm. Willwas und ich befragen mal noch weiter das Umfeld dieser Sylvia und der Tiere; die sind ja aus dem Tierschutz, vielleicht lassen sich da Vorbesitzer auftreiben, die was Nützliches sagen können.“ Taugtnix verteilte die Aufgaben, und ein neuer Arbeitstag wartete auf sie.



In der M.-L.-Straße ging derweil alles seinen gewohnten Gang, zumindest dem Anschein nach. Man kuschelte gemütlich im Bett bei Kaffee, Kreuzworträtseln, Weihnachtsbüchern und Musik, und hatte auch für heute nichts Besonderes geplant.

Doch die Tiere waren beunruhigt, wollten sie doch am 20. zu ihren Freunden aufbrechen. Aber wie war das doch immer in den Krimis, hieß es da nicht immer „Sie dürfen die Stadt nicht verlassen“? Naja, strenggenommen würden sie die Stadt ja auch nicht verlassen, aber würde die Polizei trotzdem die Reise genehmigen?
„Wir müssen unbedingt mit den anderen reden und Bescheid sagen, was hier los ist“, meinte Julchen.
„Ach, bis dahin haben die den Täter“, Bilbo sah das eher gelassen.
„Nein, Julchen hat Recht, wir sollten uns mit unseren Freunden beraten“, Klementinchen dachte als Frau ja auch praktisch.
„Wie sollen wir das denn machen? Es kann doch keiner von uns in den Wald.“ Bilbo hatte absolut keine Lust auf irgendwelche Unbequemlichkeiten. Abenteuer gerne, aber nur zusammen mit seiner Familie.
„Braucht auch keiner. Hermann hat uns etwas mitgegeben, damit können wir in einem Notfall Kontakt aufnehmen.“ Julchen war doch manchmal auf Zack.
Gesagt, getan. Jetzt blieb ihnen nichts anderes, als abzuwarten.
Das konnten sie genausogut bei Gesang, Knabbern an leckeren Extras, die es in der Adventszeit immer reichlich gab, und Spielen draußen im Schnee.
Wann wohl die Antwort von Hermann kam? Neugierig waren sie ja doch ...


#8 RE: Mord in Remscheid - unsere Adventskalendergeschichte 2018 von Sylvia 13.12.2018 11:06

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13.Dezember

Die Ruhe vor dem Sturm?


„Piepziepzieppiep. Piepziepzieppiep! PIEPZIEPZIEPPIEP!“
Boah, was war das mitten in der Nacht? Julchen erwachte neben ihrer Mama im Bett, und wollte gleich dem ungewöhnlichen Ruf nachgehen. Bilbo lag noch in seligen Träumen, auch die anderen dösten noch vor sich hin. Neugierig schlich Julchen zur Balkontüre, denn von dort kam der Ruf. Komisch, warum stand die denn einen Spalt offen? Die Mama kontrollierte das doch immer so genau abends. Gottseidank jedoch, denn so konnte Julchen ungehindert nach draußen, wo ein kleiner Spatz ungeduldig wartete.

„Guten Morgen du Schlafmütze. Ich bin Leopold, komme mit Botschaft von Hermann“, begrüßte Leopold die Katze.
„Guten Morgen, kleiner Leopold! Jetzt bin ich aber gespannt!“
„Ach, ist ganz unspektakulär. Hermann sagt, ihr sollt euch keine Sorgen machen. Ihr könnt wie geplant am 20. früh aufbrechen. Vielleicht könnt ihr ja auch was zur Aufklärung beitragen? Habt ihr denn so gar keine Ahnung, wer das getan hat?“
Julchen hatte das Gefühl, Leopold schaue ganz tief in sie hinein, um den heimlichen Verdacht, den sie durchaus hatte, ans Licht zu zerren …
„Äh, nein, also vielleicht, eigentlich ...“ stotterte sie. Uh, war das peinlich!
„Na, dann will ich das mal glauben“ zwinkerte Leopold und machte sich abflugbereit.
„Wir sehen uns dann am 20. Eine gute Zeit.“ Weg war er!

Mittlerweile waren auch die Freund wach, und beim Frühstück berichtete Julchen von dem Gespräch mit Leopold.
„Na, alles Bestens, dann können wir heute wieder draußen spielen.“ Bilbo war ganz in seinem Element, und auch die anderen vergaßen die Sorgen ganz schnell und machten sich auf: die Schneeballschlacht gestern forderte Revanche!




Sylvia hatte davon nichts mitbekommen, sie hatte recht lange geschlafen, und trank jetzt erstmal Kaffee. Ein bißchen verwundert war sie schon, dass die Tiere so früh schon nach draußen wollten, aber der Schnee war ja auch zu verlockend. Selbst Tinkerbell schloss sich den Katzen und Kaninchen an, das wollte schon was heißen. Da hatte sie freie Bahn für Hausarbeit, und Plätzchen wollte sie ja auch noch backen.




14.Dezember

Ermittlungen

Sylvia war tatsächlich heute mal früh aufgestanden, weil sie einiges in der Wohnung machen wollte. Einkaufen stand auch noch an, doch das konnte sie auch morgen noch. Sie war mittendrin beim Staubputzen, als es klingelte. Wer das wohl war, hoffentlich nur die Post. Doch nein, vor der Tür stand Kommissarin Liestfix und – noch schlimmer – im Gefolge wieder die Spurensicherung.

„Guten Morgen. Ich will nochmal mit Ihren Büchern sprechen, mir ist da was aufgefallen. Und die Damen und Herren der Spusi müssten auch nochmal ...“
„Morgen. Machen Sie bloß schnell, ich hab zu tun.“

Die Polizisten machten sich an die Arbeit. Julchen und Bilbo waren neugierig und begleiteten die Beamten auf Schritt und Tritt, Klementinchen und Bounty dagegen verkrümelten sich lieber unter den Wäscheständer, während Tinkerbell besonders Kommissarin Liestfix genau im Auge behalten wollte.



Diese machte es sich mit ihrem Kaffee – den gab es hier ja Gottseidank immer – im Wohnzimmer gemütlich und verwickelte die Bücher unauffällig in ein Gespräch.
„Ach, schön habt ihr es hier, und soviel nette Buchgesellschaft. Sieht man nicht so oft. Ich lese auch gerne und habe viele Bücher.“ Ihr Plauderton machte die Bücher gesprächig, und so sah sich die Kommissarin bald in ihrer Überzeugung bestätigt: der Täter hatte nicht das erste Mal zugeschlagen!

Die Beamten der Spurensicherung kämpften dagegen mit umherstreifenden Katzen und dem unvermeidlichen „Bloß nix anfassen“. Das lassen Sie mal bittschön daliegen! Da können Sie jetzt aber nicht durch, da hab ich grad gewischt!“ - das kannten sie ja schon. Allerdings tauchte jetzt wie aus dem Nichts immer mal das Horn auf und machte auch noch Schwierigkeiten: "FINGER WEG VON MEINEN VORRÄTEN!!!!!" Und wer schonmal Hörnchenzähne gesehen und gespürt hat, behält die Finger bei sich!
Trotzdem gingen auch sie nicht mit leeren Händen …

Was da wohl noch auf die Familie zukommen würde?

#9 RE: Mord in Remscheid - unsere Adventskalendergeschichte 2018 von Silke-Marion 26.12.2018 08:29

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Sylvia warum wurde hier nicht weiter geschrieben? die Geschichten sind doch so schön und ich will doch das Ermittlungsergebnis am Ende auch wissen

#10 RE: Mord in Remscheid - unsere Adventskalendergeschichte 2018 von Johanna Märzhase 26.12.2018 11:55

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Leider ist Sylvias Laptop zur Zeit nicht einsatzfähig.

#11 RE: Mord in Remscheid - unsere Adventskalendergeschichte 2018 von Silke-Marion 26.12.2018 17:27

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#12 RE: Mord in Remscheid - unsere Adventskalendergeschichte 2018 von Sylvia 27.12.2018 09:46

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Es tut mir leid, dass ich nicht weiterschreiben konnte, aber vom Handy aus geht das nicht.
Ich werde das aber dann nachholen, sobald ich wieder mit dem Laptop arbeiten kann.

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